Dein Glückskeks des Tages!

Knacken Sie einen Glückskeks!

Es gibt viele Möglichkeiten, viel Glückskeks auf Chinesisch zu sagen:
幸运饼 xìngyùn bǐng "viel Glückskeks"
签语饼 qiān yǔ bǐng "Etikett-Wörter-Cookie"
幸运签饼 xìngyùn qiān bǐng "Viel Glück Label Cookie"
幸运签语饼 xìngyùn qiān yǔ bǐng "lglücklicher label-Wörter Cookie"
幸运甜饼 xìngyùn tián bǐng "viel Glück süsser Keks"
幸福饼干 xìngfú bǐnggān "Glück [trocken] Keks"
幸运饼干 xìngyùn bǐnggān "viel Glück [trocken] Keks"
幸运饼 xìngyùn bǐng "viel Glückskeks"
幸运籤语饼 xìngyùn qiān yǔ bǐng "viel Glück Label-Wörter Cookie"
占卜饼 zhānbǔ bǐng "göttlicher Keks".




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(Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie)

Ein Glückskeks ist ein knuspriges Süssgebäck, in dessen Inneren sich ein Papierstreifen mit einem Sinnspruch oder einer Zukunftsdeutung befindet. Glückskekse sind vor allem in den Vereinigten Staaten und in Europa verbreitet, wo sie in chinesischen Restaurants nach dem Essen angeboten werden. Allerdings stammen die Glückskekse ursprünglich nicht aus China, sondern aus Japan. In ihrer heutigen Form sind sie erstmals an der amerikanischen Westküste zu Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen. Die in den Keksen enthaltenen Sprüche haben heute eine Reihe verschiedener Hintergründe und basieren nicht mehr hauptsächlich auf fernöstlicher Philosophie.

Glückskekse werden in japanischer Kunst und Literatur bereits Jahrzehnte vor ihrer Einführung an der amerikanischen Westküste durch Einwanderer aus Asien erwähnt. Unter anderem wird in dem Werk Haru no Wakakusa des 1844 verstorbenen japanischen Schriftstellers Tamenaga Shunsui von einem tsujiura senbei, einem Glückskeks, berichtet. In dem 1878 erschienenen Buch Moshiogusa Kinsei Kidan von Shinoda Kensa werden ebenfalls tsujiura senbei erwähnt, begleitet von einer Illustration, die einen Lehrling bei der Herstellung der Backwaren zeigt. Der Glückskeks in der heutigen Form, die sich hauptsächlich im Geschmack von dem japanischen tsujiura senbei unterscheidet, wurde in Kalifornien im frühen 20. Jahrhundert von asiatischen Einwanderern eingeführt. Die genaue Geschichte um deren Entstehung und Verbreitung ist jedoch bis heute ungeklärt. Mehrere Familien, die meisten von ihnen japanischen Ursprungs, beanspruchen die Erfindung der Kekse für sich.




Der am weitesten verbreiteten Theorie zufolge kam die Idee, solche Kekse herzustellen und sie nach dem Essen zu verteilen, von dem japanischen Einwanderer Makato Hagiwara, der in San Francisco einen japanischen Teegarten im Golden Gate Park betrieb. Irgendwann zwischen 1907 und 1914 soll er begonnen haben, Glückskekse – damals noch fortune tea cookies genannt – zum Tee zu verteilen. Die Herstellung der Kekse wurde jedoch nicht von Hagiwara selbst, sondern von der japanischen Bäckerei Benkyodo übernommen.

Einer anderen Theorie zufolge geht der Ursprung der Glückskekse auf den chinesischen Unternehmer David Jung, den Inhaber der Hong Kong Noodle Factory in Los Angeles, zurück. Um 1918 soll Jung mit der Produktion der Glückskekse begonnen haben, was ihn vermutlich zu dem ersten Hersteller von Glückskeksen chinesischen Ursprungs machen würde. Sein Anspruch auf die Idee zu den Keksen wird jedoch heutzutage aus mehreren Gründen bezweifelt. Da Jungs Firma sich in einem Viertel befand, in dem auch japanische Immigranten lebten, ist es denkbar, dass er schon zuvor mit den japanischen Glückskeksen in Kontakt kam.

Die Tatsache, dass der Glückskeks heute fälschlicherweise als chinesische Speise angesehen wird, ist vor allem an zwei Gründen festzumachen. Zahlreiche japanische Einwanderer führten in den 1920er und 1930er Jahren Restaurants, die amerikanisierte chinesische Küche servierten. Hinzu kommt, dass chinesische Restaurants die Kekse schon früh aufgriffen und dadurch erheblich dazu beigetragen haben, sie in der amerikanischen Bevölkerung zu verbreiten. Der Glückskeks etablierte sich zunächst als lokaler Brauch in San Francisco und breitete sich in den weiteren Jahrzehnten von der Westküste aus über die gesamten Vereinigten Staaten aus. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Menschen japanischer Abstammung, die an der amerikanischen Westküste lebten, in sogenannten War Relocation Centers interniert. Mehrere japanische Bäckereien, die vor dem Weltkrieg noch Glückskekse gebacken hatten, mussten deswegen schließen. Vermutlich übernahmen Firmen von chinesischstämmigen Inhabern in dieser Zeit die Herstellung der Glückskekse.

Die Glückskekse nach Deutschland und Europa hat der Ingenieur Emil Janik aus Heidenrod gebracht, der bei einer Urlaubsreise in einem chinesischen Restaurant in San Francisco die Glückskekse kennen lernte. Seit 1988 produziert sein Unternehmen Janeco International GmbH in Heidenrod das Gebäck, inzwischen liefert es jährlich knapp 25 Millionen Glückskekse in die ganze Welt. Die ersten Maschinen zur Produktion kamen aus Amerika. Diese genügten aber nicht dem deutschen Standard zur Herstellung von Lebensmitteln. Daraufhin baute Emil Janik die Produktionsanlage nach deutschen Richtlinien um und ließ sich anschließend seine Weiterentwicklungen patentieren.

In den 1990er Jahren wurden die Kekse erstmals nach China ausgeführt, wo sie bis dahin völlig unbekannt gewesen waren.